Beim Malen muss aller Anfang nicht schwer sein

Es ist heute kein Problem mehr, ein schönes Erlebnis auf einem Bild festzuhalten. Die moderne Fototechnik hilft uns dabei. Doch wer den künstlerischen Anspruch besitzt, das Gesehene zu zeichnen und es mit schönen Farben zu unterlegen, sieht sich meist vor eine große Herausforderung gestellt. Etwas Mut tut in diesem Falle allerdings gut .

Keine großen Anschaffungen tätigen
Oft beginnt der erste Schritt mit dem Ankauf einer Staffelei, unterschiedlicher Farben und Pinsel, diverser Papiersorten und allem, was das Künstlerherz nur begehrt. Doch besser wäre es, sich erst langsam an das Malen zu gewöhnen und sich dabei auch die Zeit zu nehmen, das neue Hobby vollständig zu begreifen. Meist stellt sich nach wenigen Tagen oder Wochen schon heraus, dass der Beginn mit eher preiswerten Materialien deutlich besser gelingt und der Künstler in seiner Freiheit des Ausprobierens sowie Experimentierens ungehemmt arbeiten und sich einbringen kann.

Vom Stillleben zur Bewegung
Doch was wird nun eigentlich zu Papier gebracht? Viele Neueinsteiger des Hobbys beginnen mit dem sogenannten Stillleben: Gezeichnet wird, was ruhend auf dem Tisch, dem Fußboden oder im Regal liegt. Das Gesehene kann aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und damit erfasst werden, wodurch das Malen der Gegenstände oft ein wenig einfacher gelingt. Langfristig sollte das Ziel allerdings darin bestehen, Menschen und Tiere in ihrer natürlichen Bewegung darzustellen – möglichst lebensnahe Bilder anzufertigen. Ein Besuch im Zoo oder das genaue Beobachten im Alltag hilft also, gute Eindrücke zu gewinnen und diese später daheim auf dem Papier umzusetzen.

Das Vorhandene selbst interpretieren
Übrigens müssen nicht alle gesehenen Gegenstände, Personen und Tiere auch tatsächlich so gezeichnet werden, wie sie wahrgenommen wurden. Die künstlerische Freiheit hilft beim Ausleben eigener Gedanken und Gefühle. Auch hier bewegt sich der Maler also in einem grenzenlosen Gebiet, in dem er tun und lassen kann, was einzig ihm gefällt. Viele Neueinsteiger profitieren auf dem Weg zum Finden eines eigenen Stils sehr davon, sich mit Stift, Pinsel und Papier einmal so richtig auszuleben. Zudem sollte sich niemand scheuen, auch unkonventionellen Inspirationen zu folgen. Je nach persönlichen Vorlieben muss das Dargestellte also nicht lebensnah und realistisch wirken – es kann sogar surreal und auf absurde Weise seine Kraft entfalten.

Es geht auch ohne Lehrer
Insbesondere Neueinsteiger wünschen sich häufig jedoch schnelle Ergebnisse. Daher ist es nicht falsch, einen Kurs an der Volkshochschule zu belegen oder sich für das Malen einen eigenen Lehrer zu engagieren. Mit etwas Geduld erzielen viele Künstler aber bereits durch das eigene Ausprobieren überraschend gute Resultate, die sich oft schon nach wenigen Wochen einstellen. Hilfreich dabei kann es sein, das Gemalte von Freunden oder Kollegen bewerten zu lassen und die vorgebrachte Kritik zu beherzigen. Über allem steht aber die Devise, dass der Spaß den größten Faktor in diesem Hobby darstellt.

 

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