Verpackungsmaschinen

Jeder von uns kennt die Situation: Man erhält ein Paket und freut sich unbändig darauf, die lästige Pappe endlich loszuwerden, um sich so rasch, wie es nur geht, am Paketinhalt zu erfreuen. Die Verpackung landet dann meist schnell in einer Ecke und anschliessend im Müll.
Andere dagegen erfreuen sich fast mehr an der Formenvielfalt und der Kunst, die mit den Kartonagen verbunden ist als am Inhalt selbst. Diese Formenvielfalt bei gleichzeitig grösstmöglicher Stabilität zu erzielen, ist jedoch nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick wirkt. Vor allem dann nicht, wenn es schnell gehen muss, zum Beispiel in der Industrie.
Ich stelle Ihnen kurz und knapp die verschiedenen Kartonformen- und Verpackungsmaschinen vor.

 

Kartonaufrichter
Am häufigsten arbeiten industrielle Betriebe mit vorgefertigten Schablonen aus Voll- oder Wellpappe, die dann lediglich „aufgerichtet“ werden müssen. Dies geschieht entweder durch Zusammenstecken oder Verkleben der Laschen mit den entsprechenden Seitenwänden oder durch das sogenannte Krempeln (Auf- bzw. Übereinanderlegen der Teile).

Aufrichtungsmaschinen können dabei mit Leimgerät und/oder Krempelmaschine ausgestattet sein. Im mittleren bis hohen Leistungsbereich schafft eine Aufrichtungsmaschine bis zu 60 Verpackungen pro Minute. Sie eigenen sich vor allem für komplexe Verpackungsformen.
Maschinen im unteren Leistungsbereich schaffen bis zu 28 Verpackungen pro Minute. Sie sind ebenfalls mit oder ohne Leimgerät oder als reine Krempelmaschinen erhältlich und kommen bei simplen Kartonagen zum Einsatz.

Mit Kartonaufrichtern lassen sich folgende Kartons herstellen:
•Schachteln mit angehängtem Deckel (auch mit Holzwand)
•zweiteilige Klappschachteln
•Trays (dreieckige, dreidimensionale, einteilige Schachteln)
•mehreckige Schachteln (auch als Klappschachteln)
•Schachteln mit Krempelung
•Steigen (mit Tragegriffen, z.B. Umzugskartons)

Kartonauffalter
Im Unterschied zu den Kartonschablonen, die lediglich gesteckt und/oder geklebt werden müssen, erfordern andere, häufig Versandverpackungen noch ein zusätzliches Falten einzelner Laschen, zum Beispiel indem sie in Dreiecksform gebracht werden, um anschließend zu stecken oder zu kleben.

Diese Methode kommt vor allem beim sogenannten American Case mit dem typischen Doppel-Laschen-Deckel zum Einsatz, bei dem der Boden gefaltet und dann gesteckt wird (AC-Verschluss). AC-Verschlüsse können auch Kartons mit Einsteckdeckel haben.

Kartonverdeckler-/verschliesser
Diese Maschinen stellen speziell Deckel bzw. Verschlüsse her. Der Kartonverdeckler stellt dabei aufsetzbare Deckel für zweiteilige Kartons her, während der Kartonverschliesser durch Kleben angehängte Deckel für einteilige Verpackungen herstellt.

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