Kartenzahlsysteme – bargeldlos und sicher bezahlen

Im vergangenen Jahrzehnt haben Händler und Dienstleister einen Trend bemerkt: Ihre Kunden bezahlen Waren und Leistungen immer häufiger mit der Kreditkarte. Der gesamte Vorgang gilt als schnell und sicher. Er vermeidet den Transfer von Bargeld. Unterschieden werden dabei zwei grundlegende Systeme.

Jeder zweite Kunde zahlt nicht mehr bar
Zwar lassen sich Kartenzahlsysteme schon länger in den Kaufhäusern, Arztpraxen, Restaurants und sogar im Taxi finden. Erst vor wenigen Jahren zog das Tempo dieser Entwicklung aber erkennbar an. Bis heute begleichen rund 50 Prozent aller Kunden ihre Rechnung per Karte. Jahr für Jahr steigt die Zahl der Nutzer. Ihr Vorteil: Sie können jederzeit einkaufen gehen – selbst dann, wenn sie einmal kein Bargeld dabei haben. Denn dank der Kartenzahlung erfolgt der Rückgriff an der Kasse direkt auf das Konto des Kunden. Sowohl Käufer als auch Verkäufer schließen die Transaktion somit ohne Zeitverlust und Hindernisse ab. Doch ist das wirklich sicher?

Das Elektronische Lastschriftverfahren
Als gängiges Konzept gilt heute nach wie vor das Elektronische Lastschriftverfahren. Bei ihm wird die Karte an einem Terminal an der Kasse eingelesen. Der Käufer quittiert den Vorgang der Bezahlung durch seine Unterschrift auf dem Kassenbon. Allerdings ist damit nicht automatisch gewährleistet, dass der Händler die ihm zustehende Geldsumme auch tatsächlich erhält. Denn eine Abfrage der Kontodeckung findet hier nicht statt. Moderne Kartenzahlsysteme (wie z.B das PRIMUS Desk-Terminal von Paytec) widmen sich daher zunehmend dem Aspekt der sicheren Zahlung – das betrügerische oder irrtümliche Vorenthalten des Geldes soll bereits an der Kasse umgangen werden. Ein Kriterium, das das Elektronische Lastschriftverfahren kaum bieten kann.

Sicherheit dank Electronic Cash
Durchgesetzt hat sich in der jüngsten Vergangenheit dagegen das System des Electronic Cash. Auch hier lässt der Käufer an der Kasse seine Karte einlesen. Dabei bestätigt er den Vorgang statt mit der Unterschrift jedoch mit der Eingabe seiner Geheimzahl. Während des gesamten Prozesses – in der Regel verstreichen zehn bis 20 Sekunden – findet eine Abfrage unterschiedlicher Sicherheitsvorkehrungen statt. Unter anderem wird die Kontodeckung begutachtet. Direkt an der Kasse erhalten der Käufer und der Verkäufer also die gesicherte Information, ob ein Kauf der Ware nebst anschließender Bezahlung überhaupt möglich ist. Solche Kartenzahlsysteme leisten daher mehr als das zuvor erwähnte Elektronische Lastschriftverfahren.

Der Umsatz erhöht sich
Übrigens verzeichnet insbesondere der Einzelhandel noch einen weiteren Trend: Seit der Nutzung der Kartenzahlsysteme steigt der Umsatz spürbar an. Als Grund dafür gilt die Möglichkeit, nun auch spontan und ohne Bargeld seine Einkäufe tätigen zu können. Etwa dann, wenn sich ein unverhofftes Schnäppchen ergibt: Sonderposten, Rabatt- und Bonusaktionen sowie Schlussverkäufe gelten mittlerweile als umsatzstärkste Zeiten, in denen besonders häufig per Karte bezahlt wird. Denn wer möchte sich schon einen günstigen Kauf entgehen lassen? Marktforscher gehen sogar davon aus, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre bei acht von zehn Einkäufen das Geld auf dem elektronischen Wege transferiert wird.

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