PostAuto – täglich unterwegs

Die PostAuto Schweiz AG ist eine Tochtergesellschaft der Schweizerischen Post AG und das führende Busunternehmen im öffentlichen Nahverkehr in der Alpenrepublik. Sie betreibt dort über 850 Postlinienautos sowie verschiedene Überland- und Stadtnetze in Frankreich wie auch Liechtenstein. Zudem bietet die Firma Mobilitätslösungen für andere Verkehrsunternehmen, Gemeinden, Kantone und Firmen an. Mit über 3.700 Mitarbeitern sowie circa 2.200 Fahrzeugen befördert die Aktiengesellschaft etwa 141 Millionen Fahrgäste pro Jahr. Ihre Markenzeichen sind sowohl die gelben Postautos als auch das Dreiklanghorn, welches zur kulturellen Identität der Schweiz gehört.

logo_postauto-svgHistorie
Im Jahr 1849 begann alles mit dem Aufbau eines Pferdepostnetzes. Noch heute verkehrt dessen letzter Vertreter, die Gotthardpost, auf der Gotthard-Passstraße. Der erste fahrplanmäßige Automobil-Postkurs wurde 1906 zwischen Detlingen und Bern aufgenommen. 13 Jahre später folgten am Simplonpass die Reisen über die Alpenpässe. Das Streckennetz wurde danach in der Alpenrepublik stetig erweitert. Die Schweizerische Reisepost, unter dessen Namen das Unternehmen bis in die 1990er Jahre firmierte, ersetzte schrittweise die Pferdeposten durch Automobile und erschloss dank des Postregals (Monopols) auch eine große Anzahl neuer Regionen. Einen Teil der Fahrzeuge hielt die Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe (PPT) selbst. Wie alle dem Postunternehmen gehörenden Autos trugen diese Busse Kontrollschilder mit dem Buchstaben „P“ anstatt der gewöhnlichen Kantonsabkürzung. Die PPT vergab mehrheitlich Transportaufträge an private Busunternehmen, den sogenannten Postautohaltern. Bis zum heutigen Tag wird diese Geschäftspolitik aufrechterhalten. Größtenteils besaßen die Kraftwagen am Heck eine Pforte, sodass das Transportgut bequemer ein- sowie ausgeladen werden konnte. Oftmals waren es Fabrikate von FBW, Berna oder Saurer. Es folgten ähnliche Modelle von Volvo und Mercedes, bis sie flächendeckend in den 1990er Jahren von modernen Autobussen abgelöst wurden. Das PostAuto beförderte im Jahr 2003 erstmalig über 100 Millionen Fahrgäste. Die ersten Schritte in das Ausland erfolgten 2001 in Liechtenstein sowie 2004 in Frankreich.

Fahrzeugpark
Für moderne Kraftfahrzeuge gelten akustische als auch optische Fahrgastinformationen, Gratis-WiFi sowie Klimaanlage als Standard. Die Flotte wird kontinuierlich erneuert und reicht von zweistöckigen Linienbussen über Niederflurbusse, Überlandbusse bis hin zu Kleinbussen. Auch luxuriöse Reisecars sowie Spezialfahrzeuge befinden sich im Fuhrpark, wobei Letztere vor allem für Schülertransporte oder für enge, steile Bergstrecken genutzt werden. Seit Dezember 2011 sind im Rahmen des Projektes Clean Hydrogen In European Cities, kurz CHIC, fünf Brennstoffzellenpostautos in Brugg im Kanton Aargau im Einsatz. Darüber hinaus fahren versuchsweise zwei autonome Elektroshuttlebusse der Firma Navya seit Juni 2016 in Sitten im Kanton Wallis.

Ebenso verkehren Reisebusse im Charterverkehr, welche teilweise unter dem Namen PostCar firmieren. Von den Linienfahrzeugen unterscheiden diese sich optisch durch das Bild einer Gotthardkutsche, welche auf den Seitenwänden zu sehen ist. Die PostAuto Schweiz AG beschafft sämtliche Busse, die durch die PostAuto-Firmen betrieben werden. Gemäß WTO-Regeln wird der Erwerb der unterschiedlichen Einsatztypen im 2-Jahres-Rhythmus ausgeschrieben.

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