Katheter ISK – intermittierender Blasenkatheter

Der Katheter ISK ist ein intermittierender Blasenkatheter, also für die zeitweilige, gelegentliche Selbstentleerung der Blase durch den Patienten gedacht. Es handelt sich um hydrophile Einmalblasenkatheter, die in ihrer Handhabung einfach und sicher sind, wobei der Vorgang diskret durchzuführen ist. Die Katheter ISK gibt es für Frauen, Männer und Kinder/Jugendliche, die den intermittierenden Blasenkatheter daheim, unterwegs und auch in den Ferien einsetzen können.

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Definition Katheter ISK: Was ist ein intermittierender Blasenkatheter?
ISK bedeutet intermittierender Selbstkatheterismus. Damit wird das wiederholte Legen des Blasenkatheters durch den Patienten beschrieben, der damit einmalig und möglichst vollständig seine Blase entleert. Das Ziel besteht darin, die Blase druckfrei zu bekommen. Bei Detrusorhyperaktivität ist das essenziell, Personen mit dieser überaktiven Blase leiden unter Harninkontinenz. Ursächlich können beispielsweise Nervenkrankheiten oder eine Rückenmarksverletzung sein. Es gibt jedoch noch weitere, teilweise gegenteilige Indikationen wie die Ischurie (Harnverhaltung), bei der sich die Blase gerade nicht entleert. Es kann ein konsekutiver Harnstau entstehen. Mit dem Blasenkatheter ISK wird der daraus folgende Druckanstieg vermieden, der sonst zu einer Gefährdung des Harntraktes führen würde.

Indikationen für den Einsatz eines intermittierenden Blasenkatheters
Die beiden beschriebenen Indikationen zählen zu den häufigsten Gründen, weshalb ein Katheter ISK eingesetzt wird. Die Ischurie kann akut und schmerzhaft oder asymptomatisch chronisch verlaufen. Bei der letztgenannten Form entsteht oft eine Überlaufinkontinenz. Entzündungen des Harntraktes oder der Prostata können ebenso eine Ischurie auslösen wie Medikamentennebenwirkungen oder andauernde Abflussstauungen, eine Steinverlegung, eine Harnröhrenstriktur oder ein Harnblasenkarzinom, bei Frauen die Gebärmuttersenkung, diabetische Polyneuropathie, Tumore der Wirbelsäule und die Spinalanästhesie (postoperativ). Es gibt auch rein psychische Ursachen. Neben der Anamnese ist in solchen Fällen immer ein Katheter ISK erforderlich. Ohne intermittierenden Blasenkatheter droht eine Ruptur der Harnblase, die akute Harnverhaltung gilt daher stets als Notfall. Bei chronischem Verlauf ohne Einsatz eines Katheters ISK staut sich den Harn in den Nieren, es kommt zu Harnwegsinfekten, chronischer Niereninsuffizienz und Urämie (Kontamination von Blut mit Harn).

Intermittierender Blasenkatheter bei Harninkontinenz
Die Harninkontinenz kann durch eine Blasenentzündung, Stress, körperliche Anstrengungen und sogar unbewusst auftreten. Sie ist unangenehm, aber weit weniger gefährlich als die Ischurie. Es gibt verschiedene Schweregrade, doch in jedem Fall werden die Betroffenen durch den Einsatz des Katheters ISK entlastet. Dessen Technik ist leicht zu erlernen, mit etwas Training können Kinder ab dem sechsten Lebensjahr den intermittierenden Blasenkatheter selbst einführen. Mit ausreichender Übung ist hierbei das Infektionsrisiko gegenüber dem Katheterismus durch eine Krankenschwester nicht erhöht. Den Blasenkatheter ISK wenden die PatientInnen täglich vier bis sechs Mal an. Es gibt eine Anlernphase, die der Aufklärung und der Vermittlung der Technik dient. Auch müssen die PatientInnen die anatomischen Verhältnisse ihrer Harnwege verstehen, bei Mädchen und Frauen ist hierfür ein Spiegel erforderlich. Der Katheter ISK ist so beschaffen, dass praktisch keine Verletzungen der Harnröhre drohen.

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